Erst nach Polsters Tor war der Knoten geplatzt

Written by Antje. Posted in Spielberichte

TuS Pegau 1903 – SpG ESV Lok Döbeln / BC Hartha 0:3 (0:1)

Die Lok-Frauen gingen gegen Pegau als klarer Favorit in diese Partie. Trotz einer vielversprechenden Anfangsphase, gelang es den Döbelnerinnen zunächst nicht, dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Das lag vor allem daran, dass der schnell erhoffte Torerfolg ausblieb und man drei hochkarätige Möglichkeiten ausließ.

Die erste Großchance besaß Denise Wittig in der 6. Spielminute. Eine schöne Spielkombination über Grandke und Eschner zu Wittig, schloss Letztere ab. Deren Schuss parierte die Pegauer Keeperin reflexartig mit dem Fuß. Den Nachschuss setzte Denise Wittig übers Gehäuse. Ein satter Distanzschuss von Anke Schmidt wurde ebenso Beute der Keeperin. Die zweite Hundertprozentige vergab Susann Grandke in der 12. Spielminute. Ein langer Pass von Wittig in die Spitze erreichte ihre Teamkollegin zielgenau. Doch auch ihr fehlte das nötige Fortune. Das Leder streifte am langen Pfosten vorbei. Die Gastgeberinnen versuchten mit Standards ihr Glück. Einen Freistoß von Rechtsaußen klärte SG-Torfrau Victoria Liebschner per Faustabwehr zur Ecke (15.).

Mitte der ersten Spielhälfte dann die bis dahin dickste Möglichkeit für den ESV. Susann Grandke flankt vor das gegnerische Tor, wo Heidi Schwärig frei zum Schuss kommt, aber eine Spielerin auf der Linie noch klären kann. Den abgewehrten Ball bekommt Laura Eschner vor die Füße. Auch sie vermag es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Nach schönem Zuspiel von Anika Potas, schoss Susann Grandke aus optimaler Position drüber (30.). Ein Flachschuss wäre sicher die bessere Option gewesen. Mit jeder ausgelassenen Großchance wuchs natürlich der Druck und führte zu unnötiger Hektik im Spielaufbau. Über Kampfgeist wollte man den Erfolg erzwingen.

Fünf Minuten vor der Pause war es dann Natalie Polster, der die ersehnte und längst überfällige Führung gelang. Einen schnellen Konter, eingeleitet von Denise Wittig und weitergeleitet von Susann Grandke, schloss die mitgelaufene Natalie Polster aus Nahdistanz erfolgreich ab. Eine teilweise zerfahrene erste Halbzeit mit zahlreichen Großchancen, beendete das SG-Team mit einer knappen Führung.

Gleich in den ersten Spielminuten nach der Pause legte die Lok-Frauen los, allen voran die junge Laura Eschner. Ihrem tollen Sololauf über die linke Seite fehlte nur der krönende Abschluss. Die Torfrau verhinderte das 2:0. Wenig später kam sie schließlich doch zum verdienten Torerfolg. Susann Grandke bediente Jana Uschner, die den Ball nochmal zu Laura Eschner querlegte, bevor diese die Kugel ins Netz beförderte. Mit dem 2-Tore-Vorsprung ließ es sich nun natürlich leichter spielen. Weitere Möglichkeiten wurden herausgespielt, jedoch fehlte es an der letzten Konsequenz im Abschluss oder ein Fuß der Pegauerinnen war dazwischen. Die Döbelnerinnen waren nun das klar dominierende Team.

In der 80. Spielminute zog Laura Eschner energisch in den Strafraum. Doch nicht das Wegrempeln von ihr, sondern ein vermeintliches Handspiel ahndete die nicht immer sicher leitende Unparteiische mit dem Strafstoßpfiff. Anke Schmidt übernahm die Verantwortung, setzte den Strafstoß allerdings an den Pfosten. Nur ein paar Minuten darauf ereilte Jana Uschner gleiches Schicksal. Ihr satter Schuss landete ebenfalls am Pfosten. Der Pechserie ein Ende bereitete dann Susann Grandke (86.). Nach einer Ecke von Anika Potas konnte ihr Kopfball noch abgewehrt werden, gegen den zweiten Versuch war dann aber kein Kraut gewachsen. Keeperin Victoria Liebschner hatte in der gesamten zweiten Spielhälfte nichts zu tun, da das Spielgeschehen fast ausschließlich in der gegnerischen Hälfte stattfand.

Die SG-Frauen benötigten einen langen Anlauf, wurden nach dem Seitenwechsel aber ihrer Favoritenrolle gerecht.

Aufstellung SpG Döbeln/Hartha: Liebschner, V., Potas, Matthias (ab 60. Liebschner, E.), Schmidt, Polster, Giesecke, Schwärig (ab 46. Werner), Uschner, Eschner, Grandke, Wittig

Torfolge: 0:1 Polster (40.), 0:2 Eschner (49.), 0:3 Grandke (86.)

Schiedsrichter: Farida Kajol