Lok-Frauen überraschend im Landespokal eine Runde weiter

Written by Antje. Posted in Spielberichte

Als Bezirkspokalsieger waren die Döbelnerinnen automatisch auch für den Landespokal qualifiziert. Die Lok-Frauen gingen als Außenseiter in dieser Partie, zumal sie sich noch mitten in der Vorbereitungsphase auf die neue Spielsaison befinden. Somit hatte dieses Spiel Partie eher Testspielcharakter. Die Begegnung konnte erst mit reichlicher Verspätung angepfiffen werden, da es Unstimmigkeiten bezüglich der Schiedsrichteransetzung gab. Schließlich fand man vor Ort einen bereitwillig pfeifenden Unparteiischen.

Die ESV-Frauen kamen außerordentlich gut ins Spiel und erzielten eine frühe Führung. Nach einer schnellen Ballstaffette über Grandke und Grimpe, verwertete die in der Mitte freistehende Katja Thomas zur 1:0 Führung für die Busch-Schützlinge. Die Gäste brauchten einige Zeit, um ins Spiel zu finden und taten sich anfangs ziemlich schwer gegen eine gut geordnete ESV-Elf. In der 18. Spielminute erhöhte Denise Wittig auf 2:0, nachdem sie sich gleich gegen mehrere Heidenauer Spielerinnen durchgesetzt hatte. Nur zwei Minuten später nahm sie erneut Maß und traf ins lange Eck (20.). In der Folgezeit kamen die Gäste zu einigen hochkarätigen Chancen, die sie aber entweder kläglich vergaben oder an der überragenden ESV-Torfrau Vivien Werner scheiterten. Nach knapp einer halben Stunde klingelte es bereits zum vierten Mal im Heidenauer Kasten. Wiederum Denise Wittig, nach gutem Zuspiel von Susann Grandke, beförderte den Ball in die Maschen und erzielte damit einen lupenreinen Hattrick. Für Manchen schien damit die Partie bereits gelaufen, zumal die Gäste aufgrund ihrer schlechten Chancenverwertung nicht den Glauben an eine Wende zuließen. Doch mit einem Doppelschlag (37.,39.)verkürzten die Heidenauer urplötzlich auf 4:2 und die Partie war wieder offen.

Die zweite Spielhälfte begannen die Lok-Frauen zunächst nur zu zehnt. Sina Wiedemann konnte die Partie erst wieder in der 73. Spielminute fortsetzen. Bis dahin spielte man in Unterzahl und es galt gegen die immer stärker aufkommenden Gäste den Vorsprung so lange wie möglich zu verteidigen. Nachdem Denise Wittig im Strafraum mit starkem Körpereinsatz den Ball versuchte abzuschirmen, zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Die Gäste ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und erzielten in der 72. Spielminute den Anschlusstreffer. Eine Viertelstunde vor Spielschluss schlugen dann die Lok-Frauen wieder zu. Nach Freistoß von Denise Wittig verwandelte Susann Grandke per direkter Ballannahme zum 5:3. Die Gäste erhöhten nun noch einmal den Druck. Vivien Werner konnte sich abermals auszeichnen. Dennoch fiel in der Schlussminute der erneute Anschlusstreffer für den Landesligisten. Nach einer übermäßig lang erscheinenden Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter endlich die Partie ab.

Mit Glück und Geschick zogen die Lok-Frauen in die nächste Runde ein, in der sie mit Sicherheit wieder die Außenseiterrolle einnehmen.

Es spielten: Werner, Pasurek, Raphelt, Clauß, Hempel, Wiedemann, Thomas, Grimpe, Grandke, Wittig, Lange

Torfolge: 1:0 Thomas (2.), 2:0, 3:0, 4:0 Wittig (18., 20., 29.), 4:1 Sattler (37.), 4:2 Gödeke (39.), 4:3 Sattler (72.,FE), 5:3 Grandke (75), 5:4 Gödeke (90.)

Schiedsrichter: Bernd Noack (Heidenau)

Zuschauer: 36