Die Meisterschaft endgültig klargemacht

Written by Antje. Posted in Spielberichte

SpG ESV Lok Döbeln/BC Hartha –  SpG Doberschütz-Mockrehna/Laußig 4:0 (1:0)

Es war eigentlich nur noch Formsache, denn die Meisterschaft hatten die Lok-Frauen bereits am vergangenen Sonntag mit dem 9:0 Kantersieg gegen Borna sichergestellt. Das Tore-Polster auf Verfolger Lisa war einfach zu gravierend als das es noch hätte schiefgehen können. Angesichts dieses Umstandes fehlte vielleicht die letzte Motivation um ein erneutes Torefestival zu feiern. Dennoch konnte mit dem klaren 4:0 Erfolg gegen einen unbequemen Kontrahenten die makellose Heimbilanz aufrechterhalten werden.

Die Döbelnerinnen begannen druckvoll, versäumten es aber, aus den sich zahlreich bietenden Möglichkeiten, eine zu verwerten. Viele Torschüsse landeten in der Anfangsphase neben dem Gehäuse. In der 13. Spielminute wurde Susann Grandke im Strafraum unfair gestoppt. Den nachfolgenden Strafstoß knallte Denise Wittig an die Querlatte. Wenig später vereitelte SG-Keeperin Victoria Liebschner eine Chance der Doberschützer. Nach knapp zwanzig Spielminuten gelang dann doch die Führung. Denise Wittig spielte einen Pass in den Lauf von Jana Uschner, die diesmal Nervenstärke bewies und das Leder ins lange Eck zirkelte. Trotzdem gab diese Führung keine Sicherheit. Der Spielaufbau wirkte konzeptionslos, viele ungenaue Zuspiele prägten das Spiel. Und dann kam auch noch Abschlusspech dazu. Die emsige Jana Uschner traf nur den Pfosten (43.), ehe sie kurz darauf an der Torfrau scheiterte. Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Gäste zu ihrer bis dahin größten Torchance. Der Schuss von Schüppel verfehlte den Kasten nur um Haaresbreite.

Das Halbzeitfazit von Trainer Thomas Jäschke fiel dementsprechend kritisch aus. Auch er konnte sich nicht erklären, warum sein Team so nervös agierte. Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff gingen die Lok-Kickerinnen mit 2:0 in Führung. Nach einem vors Tor gezogenen Freistoß von Denise Wittig, köpfte Susann Grandke den Ball in die Maschen. Doberschütz kam durch Schüppel zu einer weiteren Möglichkeit, konnte aber die Döbelner Torfrau erneut nicht bezwingen. Spielerisch konnten sich die SG-Frauen im Verlauf der zweiten Spielhälfte steigern, ließen aber wieder einen Großteil an Chancen ungenutzt. Yvette Giesecke war der Torerfolg leider nicht vergönnt. Eine schöne Kombination, eingeleitet von Susann Grandke über Laura Eschner, verwertete Jana Uschner mit einem Schuss aus der Distanz zum 3:0. Damit durfte sie sich als Doppeltorschützin eintragen lassen. Zudem bereitete sie den vierten Treffer vor. Nach einer von ihr getretenen Ecke vollendete die eingewechselte Katja Hempel per Kopf unhaltbar ins lange Eck (80.). Die Gastgeberinnen ließen nun nichts mehr anbrennen und verwalteten das Ergebnis bis zum Schlusspfiff.

Danach gab es die obligatorische Sektdusche für das Trainergespann Thomas Jäschke / Dieter Hempel. Doch auch die Spielerinnen blieben nicht verschont. Keiner konnte sich dem Eimer Wasser entziehen. So manch einen traf es kübelweise. In gemütlicher Runde feierte man im Anschluss die gewonnene Meisterschaft. Für die nächste Saison wurde auch schon gemeldet. Am 11. Juni bestreiten die Lok-Frauen ihr letztes Saisonspiel auswärts beim Bornaer SV. Doch an freiwillige Punkteabgabe denkt man keineswegs.

Aufstellung SpG Döbeln/Hartha: Liebschner, V., Potas, Werner, Matthias (ab 81. Liebschner, E.), Uschner, Polster, Schmidt, Giesecke, Eschner, Grandke, Wittig (ab 65. Hempel)

Torfolge: 1:0 Uschner (19.), 2:0 Grandke (47.), 3:0 Uschner (77.), 4:0 Hempel (80.)

Schiedsrichter: Albert Fabian (Nerchauer SV)